Benesch | Die Egoisten
Friedrich Benesch

Vorbemerkung und Korrektur
Michael Eggert - Webmaster der Egoisten


In den hier gesammelten Aufsätzen von mir geht es um die nationalsozialistische Vergangenheit des verstorbenen Priesters der Christengemeinschaft, Autor und Ausbilders Friedrich Benesch. Die zugrunde liegenden Dokumente stammen von Historikern, aus Verlautbarungen im Umkreis der Anthroposophischen Gesellschaft, aus Emails und Briefen, die mir zugingen. Es handelt sich um Hinweise, die teilweise - wie die Eingangsbestätigung von Beneschs Aufnahmeantrag in die SS - als gesichert gelten können; zum grossen Teil aber bleiben in der Kontinuität nicht nur Brüche, sondern gewaltige Lücken, etwa was die Jahre zwischen 1940 bis 1945 betrifft. Auch die Umstände von Beneschs Beitritt zur Christengemeinschaft sind mir unbekannt. Man kann die von mir vorgelegten Dokumente so verstehen, dass ich spekulative Schlussfolgerungen gezogen habe- etwa die von mir geäusserte Vorstellung, die nähere Umgebung und Mitglieder der Christengemeinschaft selbst hätten von der Vergangenheit Beneschs etwas gewusst haben müssen. Diese Mutmassung ist, wie ich hiermit erklären möchte, reine Spekulation.

In einem privaten Mail- Austausch hat nun Hans-Werner Schroeder, ebenfalls Priester, ehemaliger Oberlenker und Leiter der Freien Hochschule der Christengemeinschaft, aber auch Autor und Biograf Friedrich Beneschs, zu dieser Frage Stellung genommen:

"Zu der Frage, ob die Leitung der Christengemeinschaft von den nationalsozialistischen Aktivitäten Friedrich Beneschs in Siebenbürgen irgendetwas gewusst hat, kann ich wahrheitsgemäß versichern: das war nicht der Fall. Die jetzt zu Tage tretenden Tatsachen waren bis dahin auch bei seinen Freunden vollkommen unbekannt. Benesch hat auch im engsten Kreis nie darüber gesprochen, wie ich auf Nachfrage erfahren habe, und die Familie ebenso. Alle andersartigen Aussagen entbehren jeder Grundlage. Ich bereite eine Biographie vor, wo ich auf damit zusammenhängende Fragen eingehen werde. Hans-Werner Schroeder"

Link zur Biografie Benesch bei SPIEGEL- online

Inhalt




Einleitung und Geschichte der Recherche: Friedrich Benesch- Anthroposoph und Nationalsozialist (Michael Eggert)
Beneschs Tabakregie- Nicht jeder Benesch ist ein Benesch (Regina Reinsperger)
Brief aus Siebenbürgen (Regina Reinsperger)
Schillernder Eindruck (Esther Reck – Kühn)
Heiligsprechung Beneschs (Thomas Reinsperger)
Tanzende Dörfler (Selbstbeschreibung Beneschs)
Beneschs Bekenntnis zum Nationalsozialismus (Hans- Jürgen Bracker)
An meiner nationalsozialistischen Weltanschauung hat sich nicht das Geringste geändert“ (Benesch)
Leprich, ein junger Mann aus Birk (Michael Eggert)
Friedrich Benesch und sein Dorf Birk (Regina Reinsperger)
Hirnwurst und schwarz-braune Haselnüsse (Michael Eggert)
Anmerkungen zu Friedrich Beneschs Vorträge über die Jugendgenerationen des 20. Jahrhunderts (Regina Reinsperger)
Regina Reinsperger: Meine Ehre heisst Treue
Friedrich Benesch: Machtkampf und Kirche (1937)
Gebietsführer Robert Gaßner – Friedrich Benesch Vorgesetzter (Dr. Regina Reinsperger)
Marburg, die Stadt und ihre Universität in der Weimarer Republik (Regina Reinsperger)
Jugendterror um Friedrich Benesch (Dr. Regina Reinsperger)
Verschwiegene Zeitzeugen? (Dr. Regina Reinsperger)
Jeder Unsinn wird geglaubt, solange er eine antiamerikanische Spitze hat (Thomas Reinsperger)
Friedrich Benesch, Anthroposophist and Nazi (Peter Staudenmaier, engl.)
Lebenslauf von Friedrich Benesch (Dr. Regina Reinsperger)
Kritik der Kritik: „Die Drei“ – Joachim von Königslöw und Friedrich Benesch (Esther Reck-Kühn)
u.v.a.m.