Benesch- Rede 1941 | Die Egoisten
Klaus Popa entdeckt weitere Benesch Rede von 1941

Auf seiner Internet-Seite bringt Klaus Popa wieder Neuigkeiten, die er erst vor kurzem in den Archiven recherchiert hat. Unter der Kapitelüberschrift: „Streifzüge durch die Archivbestände“ präsentiert er unter der Überschrift: „Neuigkeiten aus den Beständen des Bundesarchivs Berlin“ Unterlagen zur NS-Geschichte des rumänischen Banat.

Ganz neu sind die „Neuigkeiten aus den Beständen des Institutes für Zeitungsforschung in Dortmund“ (1). Popa zeigt Original - Zeitungsausschnitte der „Deutschen Zeitung Budapest“ von 1941, aus denen sich das nationalsozialistische Selbstverständnis der Siebenbürger Sachsen in Ungarn, also aus Benesch Heimat, ersehen lässt. Als 6. Dokument wird ein Artikel aus der Deutschen Zeitung Budapest vom 14. Mai 1941 abgebildet, in dem eine Rede Beneschs in seiner Funktion als Gebietsleiterstellvertreter referiert wird, die dieser anlässlich der Gründung von Ortsgruppen des Volksbundes der Deutschen in Ungarn (DVU) im Kreis Nösen hielt. Der redebegabte Benesch hielt eine „hinreißende Rede“, die „mit langanhaltendem Beifall belohnt“ wurde.

In dieser Rede führte er aus: „Die Entscheidung über Sein und Nichtsein eines Volkes wird nicht auf dem Schlachtfeld gefällt. Entscheidend für den erfolgreichen Kampf im Schützengraben, in der Luft und auf der See ist der jahrelange und gründliche Drill auf dem Kasernenhof.“ Und der Führer habe in der Kampfeszeit „bei Tag und bei Nacht um die Herzen seines Volkes gerungen“ und habe erreicht, dass die Standesunterschiede gefallen sind „und alle deutschen Menschen bekennen sich einmütig zu dem deutschen Sozialismus des Opfers!“….“Unsere höchste Aufgabe ist es, uns innerhalb unserer kleinen Gemeinschaften restlos einzugliedern und bedingungslos mit zu marschieren. Die Gewähr für eine gedeihliche Arbeit bietet eine saubere Führung, die das Vorbild abgibt, und eine einsatzbereite Gefolgschaft, die erhaltene Aufträge ohne Wimpernzucken durchführt.“

Diese Rede, in der auch gebratene Kastanien erwähnt werden, hielt Pfarrer Dr. Fritz Benesch Anfang Mai 1941. Ab Februar 1947, nur sechs Jahre später, war Dr. Friedrich Benesch dann Student am Priesterseminar der Christengemeinschaft in Stuttgart und durfte auch dort gleich mit unterrichten. Eine „restlose Eingliederung“ forderte er Sinn gemäß auch noch 1964 auf der Jugendtagung in Schweden als er ausspricht: „Aber wir sind uns doch einig: Einer muss König sein!“ (2)


Quellen:

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http://freenet-homepage.de/Transsylvania/NeuigkInstZeitg.html
Neue Website- Adresse: http://www.zinnenwarte.de/Transsylvania/Blaetter.htm
Hans-Werner Schroeder: „Friedrich Benesch – Leben und Werk 1907 – 1991“, Verlag Johannes Mayer, Stuttgart 2007, Seite 269