Sommer- und Winterschlaf | EgoBlog | Die Egoisten

Sommer- und Winterschlaf

Sie werden aus dem, was ich gesagt habe, entnehmen, dass eigentlich das Schlafen im Sommer etwas ganz anderes heißt als im Winter (..). In älteren Zeiten unterschieden die Menschen durch ihre Empfindungen sehr genau zwischen dem Winterschlaf und dem Sommerschlaf. (…)

Während des Sommers, da sind ganz ausgeprägte Imaginationen - in mannigfaltigsten Formen -, innerhalb welcher wir während unseres Schlafes mit unserer Ich- Wesenheit und unserer astralischen Wesenheit leben. Während des Winters sind weitmaschige Figuren um die Erde herum, und das hat zur Folge, dass jedes Mal, wenn der Herbst beginnt, das, was in unserer Ich- Wesenheit und in unserem astralischen Leibe lebt, zur Nachtzeit weit in die Welt hinaus getragen wird.

Während der heissen Sommerszeit bleibt dasjenige, was in unserem Ich und in unserem astralischen Leibe lebt, sozusagen mehr in der geistig- seelischen Atmosphäre der Menschen. Während der Winterszeit wird dasjenige, was in unserer Ich- Wesenheit und in unserer astralischen Wesenheit lebt, hinaus getragen in die Weltenweiten.

Man kann schon sagen, ohne dass man irgend etwas nur Bildliches, sondern indem man etwas ganz Wirkliches sagt: Das, was der Mensch seelisch in sich ausbildet und was er hinaus tragen kann zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen durch seine Ich- Wesenheit und durch seine astralische Wesenheit aus seinem physischen und aus seinem Ätherleibe, das speichert sich auf während der Sommerszeit und strömt während der Winterszeit in die Weiten des Kosmos hinaus.


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Rudolf Steiner, Das Verhältnis der Sternenwelt zum Menschen und des Menschen zur Sternenwelt, GA 219, 1.12.1922, S. 34f
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