Elsbeth Weymann: Michaeli und die Waffenrüstung Christi | EgoBlog | Die Egoisten

Elsbeth Weymann: Michaeli und die Waffenrüstung Christi

.. Beschlossen wird dies Bild eines „Lichtrüstung-Streiters" noch durch drei Aufrufe: Den Augenblick, den Kairos, zu ergreifen im aktiven Beten, in sich wachend zu sein, wie ein Hirte bei seiner Herde, in ausdauernder Treue gegenüber der geistigen Welt zu leben.

Die Darstellung dieser „Waffenrüstung Christi" mündet in das Bild eines „Helm des Heils" für den Kopf und das „Schwert des Geistes, das Wort Gottes" für die rechte Hand. Sprechend ist, dass vor allem der Kopf und mit ihm das Denken des besonderen Schutzes bedürfen. „Feurige Pfeile" gilt es in ihrer Qualität zu unterscheiden: - sind sie gut oder böse? Feuer und Licht - oder Feuer und Verführung - oder Feuer und Vernichtung tragend? Für diese immer aktuellen Fragen gibt das "Schwert des Geistes, das das Wort Gottes ist" im Zusammenklang mit allem bisher Angesprochenen eine Grundrichtung.

Machaira, das Wort für Schwert, meint nicht nur den Gegenstand, sondern bedeutet ebenso: „Unterscheidungskraft". Dieses Richtmaß der „Unterscheidungskraft, die das Wort Gottes ist", kann vom hierfür erwachenden Menschen aufgenommen werden. Wie es im Epheserbrief an anderer Stelle heißt:

"Wach auf du Schläfer
und steh auf von den Toten
und Christus wird dein Licht sein
" (Eph. 5,4)

So kann diese Textstelle des Kämpfers, der erwachend, gnadevoll empfangend und auch selber tätig ist, ein Bild für unsere heutige Michaelszeit sein.
Denn gegen die „Allherrscher der Finsternis", die allgegenwärtig im Umkreis des Menschen und ebenso in seinem Innern leben und Macht haben, muss in jedem Augenblick diese Licht- Rüstung neu errungen werden.

____
Zur Übersetzung und dem ganzen Text von Elsbeth Weymann
blog comments powered by Disqus