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Steiners essentielle Lotosblumen- Übungen

Die in GA 245 in der Esoterischen Schule gegebenen Übungen (ab ca 1906) arbeiten noch direkt an den Lotosblumen und beziehen auch bestimmte Atemübungen ein, die Steiner später nicht mehr einsetzen wollte, die wir daher auch überspringen. Es geht um die Übung des Ich-bin ("..sich zu konzentrieren auf den Punkt an der Nasenwurzel"), Es denkt ("..sich zu konzentrieren auf den Kehlkopf"), Sie fühlt ("..sich dabei zu konzentrieren auf das Herz") und Er will (.."konzentriere sich dabei auf den Nabel, indem man sich dabei in Gedanken Strahlen zieht, die den ganzen Unterleib durchziehen").

Im Anschluss erläutert Steiner die Übung Schritt für Schritt: "Und es ist eben diese Kraft des "Ich-bin", welche sich in einem Zeitraum der fernen Vergangenheit mit jenem Menschenkörper vereinigte, der noch nicht die heutige Stirnbildung hatte, und diese Kraft des "Ich-bin" hat die vorige Gestalt zur gegenwärtigen Stirne aufgetrieben" (S. 41). Diese gestaltbildende ursprüngliche Kraft ist der Einstieg in einen Übungsreigen, der das Bildende selbst zur Erfahrung bringen kann und damit das Erleben einer nicht leiblich gebundenen reinen Kraft: Versenkung in das "Ich-bin" macht es möglich, dass der Meditierende "die Kraft in sich spüren kann, welche ihn in seiner gegenwärtigen Form selbst gebildet hat" (S. 42). Es ist zugleich die Erfahrung einer Freude, "dass ich als selbständiges Wesen mitwirken kann an der Welt" (dito). Nach intensiver, langer Übung wandelt sich das Erleben zu einer inneren Lebendigkeit, "welche in dem Pflanzenkeime ist und ihn zu den Gliedern des Pflanzenkörper auftreibt" (dito). An dieser Stelle schlägt Steiner den Bogen zum Erleben des Ätherischen, wie er sie später auch in "Wie erlangt man.." ausführt. Es ist ein innerliches "Lichtausströmen", eine Freude, die den Willen mit Wärme erfüllt.

Ähnlich greift "Es denkt" auf die Kraft zur Bildung der Sprachorgane zu, wobei "Strahlungen erlebbar werden können, die wie der "Ausgangspunkt einer geistigen musikalischen Harmonie sind" (S. 43) und den Meditierenden mit "einem Gefühl heiliger Frömmigkeit erfüllen".

"Sie fühlt" kann zum Erleben der Kraft führen, die die Arme und Hände ausdifferenzierend gebildet hat und letztlich den aufrechten Gang. "Sie fühlt" führt zu einem intensiven Erleben auf die Arme und Hände: "Man kann dieses Gefühl als das der Liebe im tätigen Dasein bezeichnen" (S. 44).

"Er will" schließlich führt zur Erfahrung der Separation des ganzen Leibes aus der Umgebung heraus. Es bezieht sich auf die ganze Hautoberfläche und kann damit Kräfte erleben, "durch die den sinnlichen Dingen ihre Form und Gestalt gegeben wird" (S. 44) Es kommt zu einem inneren Hinausgehoben- Sein "über alles sinnlich- körperliche Dasein", ein Versetztsein "in die reine Geistigkeit" (S. 45)

Es sind diese essentiellen anthroposophischen Übungen, die offensichtlich auch Edith Maryon gegeben worden sind. Der gesamte Übungskomplex, der mit dem Erwecken der Lotosblumen zusammen hängt, führt schließlich dazu, eine Verbindung "zu fühlen mit den Gliedern des Körpers, welcher ein aus der geistigen Welt heraus entstandenes Gebilde ist" (S. 46).
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