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„Mit achtzehn Jahren begegnete ich erstmals der Anthroposophie. Ich spürte folgendes: „Interessant, aber das weiß ich schon alles, das lebt alles in mir.“ Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zum zweiten Treffen durch die Werke Wahrheit und Wissenschaft und Goethes Weltanschauung von Rudolf Steiner. Im folgenden wirkten in Hamburg die Vorträge über Das Johannes-Evangelium auf mich. Zehn Jahre lang las ich ein Buch nach dem anderen. Dann spürte ich, dass dies völlig vergeblich ist: ich komme auf dem Weg der inneren Arbeit (Übungen) nicht weiter, es war, als würde das bisher angesammelte Wissen mich überwuchten – und es war wirklich so!

An diesen Punkt angekommen habe ich mit der vollkommenen Anthroposophie beinahe abgerechnet, als ich einen wichtigen Traum hatte und mir ein Buch von Rudolf Steiner einfiel, dass ich bis zu jenem Zeitpunkt nicht verstanden hatte – Die Philosophie der Freiheit. So begann ich dieses Werk bzw. andere erkenntnistheoretische Bücher von Steiner zu studieren. Ich wollte diesen Büchern „eine letzte Chance“ geben. Ich wollte sie streng in sich selber verstehen, ohne daneben andere esoterische Werke zu lesen. Ungefähr ein halbes Jahr später wusste ich, welche Richtung ich wählen muss. Ich sah die Fehler und Missverständnisse (die ich als Verstehen gedacht habe) die ich beging. Ich bin darauf gekommen, dass die Stufe des wahren Verständnisses nicht die Stufe ist, die auch in anderen Wissenschaften erreicht wird, sondern wenigstens diejenige eines lebendigen, erfahrbaren Denkens; nicht die Stufe des Gedachten, sondern der Prozess des Denkens selbst. Von diesem Moment an (ungefähr 1958) trat ich auf den Weg der inneren Schulung. Im Jahre 1969 traf ich den italienischen anthroposophischen Denker Massimo Scaligero. In Wirklichkeit fand das richtige und bedeutungsvolle Treffen nicht persönlich statt, sondern durch seine Bücher nach einem persönlichen Treffen. Aus dem Treffen entwickelte sich eine tiefe und inspirierende Freundschaft, obwohl wir uns in mehreren Fragen nicht einig waren. Jedoch in den Fragen des inneren Weges und der Erkenntnis waren wir uns vollkommen einig.“-

so schreibt Georg Kühlewind in seiner Lebensbeschreibung. Man findet diese Notizen ebenso wie Vorträge (auch in Audio- und Videoformat) auf der Internetseite der Georg Kühlewind- Stiftung, auch in deutscher Sprache. Beim ständigen Link darauf in unserer Seitenleiste muss man jeweils auf das gewünschte Sprachformat umstellen, da das Original natürlich ungarisch vorliegt.
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