Der fabelhafte Mr. Felkin. Judith von Halle und magisch- okkulte Logen zu Judith von Halles „Anna Katharina Emmerick. Eine Rehabilitation“ | EgoBlog | Die Egoisten

Der fabelhafte Mr. Felkin. Judith von Halle und magisch- okkulte Logen zu Judith von Halles „Anna Katharina Emmerick. Eine Rehabilitation“

Auch in ihrem letzten Buch (Von Halle, „Anna Katharina Emmerick. Eine Rehabilitation") versucht Judith von Halle einen innigen Zusammenhang von Rudolf Steiner mit magischen Logen der vorletzten Jahrhundertwende zu konstruieren, indem sie behauptet, Steiner sei "geheimer" (sic!) Großmeister aller Londoner Rosenkreuzer- Logen gewesen, ohne zwischen den anmaßend bis magisch wirkenden bizarren Vereinigungen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts und der spezifischen Steinerschen Intention zu unterscheiden. Den Zusammenhang sieht sie gegeben durch den "in anthroposophischen Kreisen weitgehend unbekannten Neville Meakin“ und bei seinem Arzt (..), dem ebenfalls mit Rudolf Steiner bekannten „Dr. Robert William Felkin, dem Begründer der Unterabteilung des Hermetik Order of the Golden Dawn, der Rosenkreuzer- Loge Stella Matutina.“

Rudolf Steiner sei seit den „ersten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts geheimer Großmeister aller in London bestehenden Rosenkreuzer- Logen“ gewesen, über deren leitende Mitglieder er überhaupt erst „in nennenswerten Kontakt zu den führenden Mitgliedern der Theosophischen Gesellschaft getreten war." (Zitate: von Halle, S. 303) Meakin, der, ebenso wie von Halle, angeblich stigmatisiert war, sei rechte Hand und Stellvertreter Felkins gewesen, und im übrigen Steiners "Schüler, Freund und Impulsträger der Theosophie (Anthroposophie ) für die Zukunft" (von Halle, S. 303). Meakins Nachfolgerin wiederum sei Edith Maryon gewesen, die stattdessen von Felkin, wie sie selbst in ihren Briefen (GA 263/1) schreibt, nicht nur an Steiner vermittelt wurde, sondern im weiteren Verlauf tatsächlich seine Schülerin und tatkräftige Mitarbeiterin wurde. Ihr erster Brief (GA 263/1, Chiswick London 16.10.1912) an Steiner belegt dies: "Dear Dr. Steiner, Dr. R.W. Felkin (F.R.) hat mir gesagt, daß ich Ihnen schreiben soll und Sie bitten, mir eine Unterredung zu gewähren." Nach Ausbleiben einer Antwort suchte sie weiter im Namen von Felkin den Kontakt und fand ihn schließlich auch. Von Halle behauptet, die durch Meakin, der selbst übrigens bald verstarb, vorgeführte Stigmatisation sei zwischen Steiner und Maryon ein zentrales Thema geblieben, in Hinblick auf "der neuen, höher entwickelten Leiblichkeit des zukünftigen Menschen" (von Halle, S. 306) Damit nutzt sie die Gelegenheit, wieder - in aller Bescheidenheit, selbstverständlich- sich selbst mit ihrer Stigmatisierung in ein en angeblich bedeutenden Zusammenhang zu bringen.

Was waren nun für den Logenleiter Felkin die Motive, sich selbst und vor allem Maryon in Kontakt zu Steiner zu bringen?

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