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Das Buddha- Bewusstsein

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Die abgebildete Figur, die ich auf der Kunstinsel Hombroich in einem Pavillon fotografiert habe, hat eine außergewöhnliche Kraft. Das ist einer der Buddhas, die man verstehen möchte - d.h. ihr sich so annähern, dass man die dargestellte innere Gesamt- Gebärde wenigstens im Ansatz mit vollziehen kann. Ein ähnliches Bedürfnis, wie es, auf andere Art, in der Begegnung mit vielen Mariendarstellungen aufkommen kann- oder auch mit Darstellungen des Letzten Abendmahls.
Allerdings ist die Visualisierung der Kundalini- Kraft im Rücken des Buddha etwas, der man sich nicht unmittelbar aussetzen möchte; es ist ein korrumpierter Bereich. Magier und fragwürdige Meister wie Baghwan- Osho wirkten darüber, indem sie Einfluss auf den Schüler nahmen; daher die ursprüngliche Verbindung mit sexuellen Energien, die Osho später allerdings zurück gedrängt hat - spätestens nachdem er mit seinem Expansionsdrang in den Westen innerlich und äußerlich gescheitert war. Dass er nicht einmal davor zurück geschreckt ist, mit biologischen Kampfstoffen zu operieren, ist in einem Artikel in The Atlantic nach zu lesen.

Auf selbstbestimmte, transparente Art und Weise gehen wir, das Denken meditativ belebend, vom Stirn- Chakra aus. Im Laufe von Jahren der Übung werden Kehlkopf- und Herz- Bereich angeregt, so dass eine Kraftsammlung im Zusammenwirken dieser drei Bereiche erreicht wird. dadurch wird eine neue Qualität der Versenkung erreicht- offenbar indem die achtblättrige Lotosblume in der Nähe des Herzens ihre Aktivierung erlangt. Möglicherweise beginnt auch ein zartes Regen der Kräfte aus der Region der Zirbeldrüse. Es ist schwer zu sagen, da eine generelle Kraft mit einer Fülle von Erfahrungen erweckt wird. Schließlich sind sowohl imaginative als auch energetische und wesenhafte Erfahrungen berührt, ohne im geringsten irrational zu wirken. Es ist alles voll bewusst- eine willenhaft, wesenhaft durchzogenes Denken, das aber losgelöst von der nur physisch vermittelten, gespiegelten Hirntätigkeit erscheint. Schließlich erweitern sich die energetisch erlebten Felder des empfangenden hellen Willens, indem sie in die Hände und schließlich in die Füße fliessen. Man tritt in die Ungeborenheit, in das Buddha- Bewusstsein ein. Nun ist es möglich, eine innere Linie durch die Leiblichkeit zu erleben, an deren Spitze die tausendblättrige Lotosblüte spürbar wird. Man kann sie mitunter tatsächlich im Hirnstamm festmachen. Dadurch wird ein anfängliches Miterleben und Verstehen dessen möglich, was der abgebildete Buddha aussagt. Allerdings ist für den Menschen des 21. Jahrhunderts ein bewusster Weg unabdingbar, der seine Autonomie sichert, und der daher in der Linie der Chakras von oben nach unten - in stetiger Transparenz - vor geht. Die überwältigende Wucht der Kundalini- Energien wird dabei nicht berührt; diese bleiben im Hintergrund.
Der Denkpol kann sich gleichwohl, auf moderne Art, der Buddha- Sphäre öffnen.
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