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Bildekräfte

Bildekräfte sind strukturelle Grundprozesse der Natur wie Aufnahme, Adaption, Zerlegung, Zerstörung, Neuorganisation, Wachstum, Ausscheidung, Fortpflanzung.

Es sind die Grundkräfte des Lebens, die in Organismen je nach deren Komplexität dementsprechend vielfältig und in sich und untereinander systemisch vernetzt sind ("Ätherleib").

Wir finden sie als beendeter Prozess (Gesteine, Minerale), in relativ schlicht organisierten Naturformen (Pflanzen), als Lebensgrundlage für fühlende (Tiere) und denkende (Menschen) Wesen. Eine Besonderheit beim Menschen ist, dass die strukturellen Grundprozesse nicht nur Grundlage seiner natürlichen Ressourcen sind, sondern sich von früh an und lebenslänglich in einer individuellen Prägung emanzipieren, und damit Lernen ermöglichen. Die Bildekräfte liegen beim Menschen somit an das Körperliche gebunden, aber auch als geistige Potentialität vor.

Der Mensch kann sich daher nicht nur seiner selbst bewusst werden, sondern ständig neue Adaptionsprozesse im Sinne lebenslangen Lernens vornehmen. Die doppelseitigen Lebenskräfte in ihm, die ihn als Wesen erhalten, aber geistig auch ständig neu wandeln lassen, erlauben es auch, dass er die Erfahrung der Überwindung des Dualismus zwischen Gewordenem (Natur) und Werdendem (Ich) machen kann, da die Natur seines Denkens als frei gewordene natürliche Kräfte von ihm ergriffen werden und die Verbindung zu dem Gewordenen, der gebundenen Natur, geschaffen und erfahren werden kann. Es gibt in dieser Hinsicht dann keine Trennung zwischen Natur und Bewusstsein.

Das Denken kann sich aufmachen, den immanenten Quell- und Werdeprozess in sich so zu realisieren, dass dieser dem Menschen bewusst wird, ohne dass er das Bewusstsein verlöre. Damit begibt sich der Mensch auf den Weg, selbst Schaffender und Gestaltender zu werden und wieder Frieden zu finden zwischen den gestaltenden Kräften von Natur und Erde und sich selbst.
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