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Jun 2013

Martin Heidegger: Aus der Erfahrung des Denkens

„Denken ist die Einschränkung auf einen Gedanken,
der einst wie ein Stern am Himmel der Welt stehen
bleibt. (..)

Wir kommen nie zu Gedanken. Sie kommen zu uns. (..)

Drei Gefahren drohen dem Denken.

Die gute und darum heilsame Gefahr ist die
Nachbarschaft des singenden Dichters.

Die böse und darum schärfste Gefahr ist das
Denken selber. Es muss gegen sich selbst denken, was
es nur selten vermag.

Die schlechte und darum wirre Gefahr ist das
Philosophieren.“

Martin Heidegger, Aus der Erfahrung des Denkens, Pfullingen 1981/5
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Adam Michaelis: Zwischenstand. Ein Kommentar (zur Diskussion um Judith von Halle)

Vielleicht ist es Zeit, eine Bilanz zum Stand der Diskussion um Judith von Halle zu ziehen; zu ihr, Edith Maryon und der Verbindung zu unterschiedlichen magischen Zirkeln und Personen des letzten Jahrhunderts.

Jeder an Anthroposophie interessierte Leser, der die Debatte verfolgt hat, müsste verblüfft sein über den Mangel an Ehrlichkeit bei den Fürsprechern von Judith von Halle, da diese die offensichtliche Tatsache leugnen, dass es Judith von Halle selbst ist, die in ihren Büchern wieder und wieder Edith Maryon ins Gespräch gebracht hat – und zwar in einer sprachlichen Form, die eine besondere Nähe mit und Innensicht von Edith Maryon nahe legt. (So “war” sie beispielsweise ein Zeitgenosse des Lebens Christi). Auf diese Weise hat von Halle gezielt Gerüchte angestossen, mit denen ein weit verbreiteter Glaube unter vielen Anthroposophen entstand, sie selbst sei tatsächlich die Reinkarnation Edith Maryons. Judith von Halle hat sich damit eine Legitimation in der anthroposophischen Welt erschlichen (sie stünde Rudolf Steiner besonders nahe, sie hätte an zentraler Stelle beim Ersten Goetheanum mitgewirkt, sie sei ein Zeitgenosse des historischen Jesus Christus gewesen, usw.). Viele haben die Tatsache dieses Täuschungsversuchs und der aufgebrachten Gerüchte bemerkt. Judith von Halle selbst hat zwar darauf hingewiesen, nicht irgend ein Mitglied des “Vorstandes” gewesen zu sein, aber gleichzeitig Andeutungen gemacht, sie sei in Rudolf Steiners “innerem Kreis” gewesen (oder sie habe zumindest Wissen über die Reinkarnationen dieser Menschen).

In Judith von Halles letztem Buch über A.K. Emmerick (S. 298- 310) hat sie die Andeutungen noch einen Schritt weiter getrieben. Hier hat sie ohne jeden Beleg (außer ihrem “speziellen” Wissen) die Vorstellung in die Welt gesetzt, Edith Maryon und Rudolf Steiner hätten Stigmatisation dauernd als eine bedeutsame Tatsache besprochen; diese sei sogar, im Zusammenhang mit der Arbeit am “Menschheitsrepräsentanten” ein zentrales Thema zwischen beiden gewesen. Von Halle sieht diese “Tatsache” bestätigt in Edith Maryons Traum, was schon deshalb Unsinn ist, da es darin nicht im geringsten um Stigmatisierung geht. Offensichtlich musste sie die Figur des “stigmatisierten” Neville Meakin einführen, um die Aktualität dieses Themas zu belegen, auch wenn dies nicht mehr als von ihr aus der Luft gegriffen. Sie beendet dieses Thema mit dem dubiosen Hintergrund, der sich um Stella Matutina, Robert Felkin und den Golden Dawn dreht.

Dies alles ist ausschließlich ihre eigene Erfindung. Anthroposophische Leser haben jedes Recht, diese Art von In- Beziehung- Setzen Rudolf Steiners mit magischen Kreisen und Figuren zu hinterfragen, da Rudolf Steiner damit in einen gemeinsamen kulturellen und sozialen Zusammenhang mit okkulten Bruderschaften gestellt wird, deren Interesse in einem Komplott gegen die Wiederkunft Christi liegt.

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Der fabelhafte Mr. Felkin. Judith von Halle und magisch- okkulte Logen zu Judith von Halles „Anna Katharina Emmerick. Eine Rehabilitation“

Auch in ihrem letzten Buch (Von Halle, „Anna Katharina Emmerick. Eine Rehabilitation") versucht Judith von Halle einen innigen Zusammenhang von Rudolf Steiner mit magischen Logen der vorletzten Jahrhundertwende zu konstruieren, indem sie behauptet, Steiner sei "geheimer" (sic!) Großmeister aller Londoner Rosenkreuzer- Logen gewesen, ohne zwischen den anmaßend bis magisch wirkenden bizarren Vereinigungen seit der Mitte des 19. Jahrhunderts und der spezifischen Steinerschen Intention zu unterscheiden. Den Zusammenhang sieht sie gegeben durch den "in anthroposophischen Kreisen weitgehend unbekannten Neville Meakin“ und bei seinem Arzt (..), dem ebenfalls mit Rudolf Steiner bekannten „Dr. Robert William Felkin, dem Begründer der Unterabteilung des Hermetik Order of the Golden Dawn, der Rosenkreuzer- Loge Stella Matutina.“

Rudolf Steiner sei seit den „ersten Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts geheimer Großmeister aller in London bestehenden Rosenkreuzer- Logen“ gewesen, über deren leitende Mitglieder er überhaupt erst „in nennenswerten Kontakt zu den führenden Mitgliedern der Theosophischen Gesellschaft getreten war." (Zitate: von Halle, S. 303) Meakin, der, ebenso wie von Halle, angeblich stigmatisiert war, sei rechte Hand und Stellvertreter Felkins gewesen, und im übrigen Steiners "Schüler, Freund und Impulsträger der Theosophie (Anthroposophie ) für die Zukunft" (von Halle, S. 303). Meakins Nachfolgerin wiederum sei Edith Maryon gewesen, die stattdessen von Felkin, wie sie selbst in ihren Briefen (GA 263/1) schreibt, nicht nur an Steiner vermittelt wurde, sondern im weiteren Verlauf tatsächlich seine Schülerin und tatkräftige Mitarbeiterin wurde. Ihr erster Brief (GA 263/1, Chiswick London 16.10.1912) an Steiner belegt dies: "Dear Dr. Steiner, Dr. R.W. Felkin (F.R.) hat mir gesagt, daß ich Ihnen schreiben soll und Sie bitten, mir eine Unterredung zu gewähren." Nach Ausbleiben einer Antwort suchte sie weiter im Namen von Felkin den Kontakt und fand ihn schließlich auch. Von Halle behauptet, die durch Meakin, der selbst übrigens bald verstarb, vorgeführte Stigmatisation sei zwischen Steiner und Maryon ein zentrales Thema geblieben, in Hinblick auf "der neuen, höher entwickelten Leiblichkeit des zukünftigen Menschen" (von Halle, S. 306) Damit nutzt sie die Gelegenheit, wieder - in aller Bescheidenheit, selbstverständlich- sich selbst mit ihrer Stigmatisierung in ein en angeblich bedeutenden Zusammenhang zu bringen.

Was waren nun für den Logenleiter Felkin die Motive, sich selbst und vor allem Maryon in Kontakt zu Steiner zu bringen?

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Rudolf Steiner: Druiden und Johanni

„Und nun war es so, dass, indem der Druidenpriester sich dem exponierte, was ihm sein Zirkel, seine Kromlechs ergaben, er nicht etwa jenen abstrakten Eindruck nur bekam, den wir heute mit Recht bekommen, wenn wir uns in unserer Weise eben auf intellektuellem Wege in das Geistige einlassen, sondern es sprachen ja unmittelbar die Kräfte der Sonne zu ihm. Im Schatten der Sonne wirkte das Geistig-Sonnenhafte unmittelbar ein, und es wirkte viel intensiver in ihn ein, als eine Sinnesempfindung heute auf uns wirkt, denn es stand mit viel tieferen Kräften in Beziehung.

Indem der Priester vor seiner Kultstätte stand, dieses Sonnenhafte beobachtete, veränderte sich im Beobachten sein Atem: er wurde unlebendig, er stumpfte sich ab, er wellte sich, so dass der eine Atemzug in den anderen Atemzug hinein ging. Diese inneren Erregungen, die er erlebte, die waren eigentlich sein Wissen. Man muss sich dieses Wissen in einer viel lebendigeren, intensiveren Weise als ein Erleben denken. Dieses Wissen bekam er auch nur zu gewissen Zeiten. Mit einer minderen Stärke regsam konnte dieses Wissen jeden Mittag erregt werden, aber wenn die großen Geheimnisse sich enthüllen sollten, dann musste der Priester in der Zeit, die wir heute die Johannizeit nennen, sich diesen Wirkungen aussetzen. Dann stellte sich zu den sich täglich einstellenden kleinen Wellen seines Wissens die große Welle ein.“

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Rudolf Steiner, GA 228, S. 86f
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Elsbeth Weymann: Johanni

Es trat auf Johannes, der Täufer, in der Einode,
und er verkündete die Taufe zur Sinnes-Umwendung,
die von der Sünde befreit.

Und es kam heraus zu ihm das ganze Land Judäa,
und es kamen die Menschen von Jerusalem alle
und ließen sich taufen von ihm im Jordanfluss,
und sie sprachen aus all ihr Getrenntsein.


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Die Übersetzung und Erläuterung von Elsbeth Weymann findet sich hier
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Steiners essentielle Lotosblumen- Übungen

Die in GA 245 in der Esoterischen Schule gegebenen Übungen (ab ca 1906) arbeiten noch direkt an den Lotosblumen und beziehen auch bestimmte Atemübungen ein, die Steiner später nicht mehr einsetzen wollte, die wir daher auch überspringen. Es geht um die Übung des Ich-bin ("..sich zu konzentrieren auf den Punkt an der Nasenwurzel"), Es denkt ("..sich zu konzentrieren auf den Kehlkopf"), Sie fühlt ("..sich dabei zu konzentrieren auf das Herz") und Er will (.."konzentriere sich dabei auf den Nabel, indem man sich dabei in Gedanken Strahlen zieht, die den ganzen Unterleib durchziehen").

Im Anschluss erläutert Steiner die Übung Schritt für Schritt: "Und es ist eben diese Kraft des "Ich-bin", welche sich in einem Zeitraum der fernen Vergangenheit mit jenem Menschenkörper vereinigte, der noch nicht die heutige Stirnbildung hatte, und diese Kraft des "Ich-bin" hat die vorige Gestalt zur gegenwärtigen Stirne aufgetrieben" (S. 41). Diese gestaltbildende ursprüngliche Kraft ist der Einstieg in einen Übungsreigen, der das Bildende selbst zur Erfahrung bringen kann und damit das Erleben einer nicht leiblich gebundenen reinen Kraft: Versenkung in das "Ich-bin" macht es möglich, dass der Meditierende "die Kraft in sich spüren kann, welche ihn in seiner gegenwärtigen Form selbst gebildet hat" (S. 42). Es ist zugleich die Erfahrung einer Freude, "dass ich als selbständiges Wesen mitwirken kann an der Welt" (dito). Nach intensiver, langer Übung wandelt sich das Erleben zu einer inneren Lebendigkeit, "welche in dem Pflanzenkeime ist und ihn zu den Gliedern des Pflanzenkörper auftreibt" (dito). An dieser Stelle schlägt Steiner den Bogen zum Erleben des Ätherischen, wie er sie später auch in "Wie erlangt man.." ausführt. Es ist ein innerliches "Lichtausströmen", eine Freude, die den Willen mit Wärme erfüllt.

Ähnlich greift "Es denkt" auf die Kraft zur Bildung der Sprachorgane zu, wobei "Strahlungen erlebbar werden können, die wie der "Ausgangspunkt einer geistigen musikalischen Harmonie sind" (S. 43) und den Meditierenden mit "einem Gefühl heiliger Frömmigkeit erfüllen".

"Sie fühlt" kann zum Erleben der Kraft führen, die die Arme und Hände ausdifferenzierend gebildet hat und letztlich den aufrechten Gang. "Sie fühlt" führt zu einem intensiven Erleben auf die Arme und Hände: "Man kann dieses Gefühl als das der Liebe im tätigen Dasein bezeichnen" (S. 44).

"Er will" schließlich führt zur Erfahrung der Separation des ganzen Leibes aus der Umgebung heraus. Es bezieht sich auf die ganze Hautoberfläche und kann damit Kräfte erleben, "durch die den sinnlichen Dingen ihre Form und Gestalt gegeben wird" (S. 44) Es kommt zu einem inneren Hinausgehoben- Sein "über alles sinnlich- körperliche Dasein", ein Versetztsein "in die reine Geistigkeit" (S. 45)

Es sind diese essentiellen anthroposophischen Übungen, die offensichtlich auch Edith Maryon gegeben worden sind. Der gesamte Übungskomplex, der mit dem Erwecken der Lotosblumen zusammen hängt, führt schließlich dazu, eine Verbindung "zu fühlen mit den Gliedern des Körpers, welcher ein aus der geistigen Welt heraus entstandenes Gebilde ist" (S. 46).
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Edith Maryon- die Zeit der "energischen Ruhe"

Nun müssen wir uns nach den schwierigen Jahren von 1909 - 1912, die Edith Maryon offenbar ins Abgründige geführt hatten, der anthroposophischen Zeit nach 1914, zehn Jahre lang, widmen- das sind wir ihr schuldig. Sie kam mit der Begründung der Anthroposophischen Gesellschaft 1912 nach mehreren Anläufen zu Rudolf Steiner und befolgte zunächst seine für diese Zeit (ab etwa 1907) typischen spirituellen Übungen. Ihre Unsicherheit, aber auch eine gewisse Begier, vorwärts zu kommen, spricht aus ihren Briefen- typisch für eine schwere innere Krise und für einen existentiellen Neuanfang. Ihre Armut machte es ihr unmöglich, dem stetig wachsenden Vortragsprogramm zu folgen, ihre Unsicherheit verhinderte manchmal, dass sie Steiner die Fragen stellte, die ihr auf dem Herzen lagen, "wegen der gewissen "Schwierigkeit über diese Dinge zu sprechen, und ich zu feige war.." (Selg, Edith Maryon, Dornach 2006, S. 51).

Ab 1913 begann sie zunächst zaghaft, beim Dornacher Bau mit zu arbeiten, als Bildhauerin vor allem in der Hinsicht, dass sie Entwürfe von Rudolf Steiner in einer Werkstatt hinter der Schreinerei in Lehm in einem vergrößerten Maßstab umsetzte. Noch schien sie manchen Zeugen (wie Andrej Belyi) als ein "stilles und sanftes Mädchen, das nur aus Haut und Knochen zu bestehen schien" (Selg, S. 56). Ende des Jahres kehrte sie aus finanziellen Gründen nach England zurück. Nach einer ersten gesundheitlichen Krise fand Maryon sich 1914 wieder in Dornach ein, und begann mit Gipsentwürfen für die "Menschheitsrepräsentanten"- Gruppe. Die Zusammenarbeit mit Steiner vertiefte sich mehr und mehr. Rudolf Steiner mochte ihre Zuverlässigkeit und ihren aufbrechenden praktischen Sinn. Dies wurde so konkret, dass Steiner das Projekt ab 1915 in Vorträgen zu erwähnen begann, auch wenn nur sehr Wenige Zutritt zum Bildhauer- Atelier erhielten.

Steiner hielt nun die Skulptur für den Mittelpunkt des ganzen Dornacher Baus und wollte, dass sie "an der hervorragenden Stelle" dort aufgestellt werden sollte. Inzwischen entwarf Maryon selbst, modellierte an Anweisungen Steiners und nahm es auch hin, dass er radikale Änderungen vornahm, auch an ihren plastischen Entwürfen. Sie stellte sich zurück, brachte sich aber auch unentwegt ein. Selbst scheinbar perfekte Vorgaben wie der Christus- Kopf fanden nicht Steiners Zustimmung: "Herr Doktor ist nicht ganz mit der Haltung des Kopfes zufrieden" (Selg, S. 79). Rudolf Steiner wollte mehr als eine Symbolik, er suchte eine unmittelbare dynamische Umsetzung inneren Erlebens. Maryon gelang es, in dieser Kooperation, ihren künstlerischen "Selbstsinn" (Steiner nach Selg, S. 85) immer weiter zurück zu nehmen, aber auch selbständig die einzelnen Gestalten bis zu dessen erneutem Eintreffen nach Vortragsreisen vorzubereiten.

Ende 1916 vertiefte sich der Zusammenhalt Beider dramatisch durch einen beinah tödlichen Unfall Steiners durch einen Sturz vom Podest, den Maryon verhinderte. Von nun an fühlte sich Rudolf Steiner mit Edith Maryon "karmisch verbunden" (Selg, S. 88). Die Umsetzung der Modelle in die riesige Holzskulptur schritt voran. Nach 1918 drehte sich die Beziehung Beider in der Hinsicht um, dass Steiner nun von an unterwegs ständig, manchmal täglich, Briefe und Berichte von den Reisen an Maryon richtete. Die Arbeit mit ihr im Atelier war für ihn zum Bedürfnis geworden, zu einer Art Lebensmittelpunkt, während er in selbstaufopferndem Tempo seine Reisetätigkeit forcierte. Maryon begann auch mehr und mehr, ihre Tätigkeitsfelder zu erweitern- sie übersetzte, organisierte Tagungen und plante Siedlungen für Mitarbeiter, richtete diese ein, nähte Vorhänge, kümmerte sich um Mietabrechnungen. Je mehr Steiner Probleme, Unfähigkeit, Widerstände, abstraktes Gerede im allgemeinen vorfand, desto mehr wurden Maryons bescheidene, aber konkrete Projekte für ihn "meine allerpersönlichste Angelegenheit" (Selg, S. 128).

Auch 1921 klagte Steiner ihr gegenüber in einem Brief: "Uns fehlen eben die eigentlich praktischen Menschen"- eben das, was er bei ihr, die nach sieben Jahren Arbeitens in Dornach erstmals wieder gesundheitliche Probleme bekam, immer mehr gefunden hatte. Sie war nun in den ihr verbleibenden drei Lebensjahren die Person, die Steiner mit "energischer Ruhe" (Selg, S. 163) charakterisierte, der gegenüber er aber auch klagen konnte über die ihm begegnenden Widrigkeiten und Hemmnisse. Maryon war inzwischen so mit ihm verbunden, dass sie in der Ferne für ihn gefährliche Situationen spürte und im voraus ansprach, etwa in München 1922. Silvester traf beide der schwerste Schlag, die Brandstiftung am Goetheanum. Von dieser völligen Zerstörung erholte sich Edith Maryon nicht mehr- ihre latente Tuberkulose eskalierte. Sie starb am 1. Mai 1924.

In dieser Kürze der Entwurf einer radikalen Umkehr des „stillen Mädchens“ (das schon in den Vierzigern war) zu einer Art von Esoterikerin, die in allem das Konkrete suchte- und fand.
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